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		<title>Bolivien Tagebuch</title>
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		<description><![CDATA[6.11.11<br />Es ist bereits Mitternacht hier, und morgen geht um 11.00 Uhr der Flug.<br />Moechte nur noch kurz zusammenfassen:<br />Die Projekte laufen alle gut, habe alle besucht. Sehr erfreulich ist der Bau fuer die Frauen in Santa Cruz, Ende des Jahres wird er bezugsfertig sein. Hna. Rosamaria leitet das Ganze sehr gut. Die verschiedenen Familien, die unterstuetzt werden, leben etwas besser, einzelne Studenten kommen gut mit dem Studium voran. Fuer mich ist die &quot;Arbeit&quot; im Hospital in Santa Cruz immer wieder sehr interessant und oft abenteuerlich. Die Eingriffe in Comarapa sind erfolgreich verlaufen, es gab keine Infektionen. Die Kinder der &quot;guarderia&quot; dort bedanken sich jedes Mal mit Taenzen und Vorstellungen. Auch die dortigen Agrarprojekte koennen sich sehen lassen. Die Physiotherapie in der &quot;albergue&quot; wird gut genuetzt, heuer besonders fuer einen vorher vermeintlich aussichtslosen Fall.<br />Hna. Josefine kuemmert sich um die &quot;cleferos&quot;, wir werden demnaechst ein Haus mieten (vorerst), wo sie zu Essen bekommen und sich waschen können. Auch der Besuch in Champarancho ist fuer mich immer ein Erlebnis, die dortigen &quot;consultas&quot; z. T. interessant.<br />Fuer kommendes Jahr werde ich dort fuer jeden Samstag ein warmes Essen fuer die 150 Kinder finanzieren. Stolz bin ich auf die &quot;brillos&quot;, 11 haben es geschafft! <br />Habe die Besuche der Familien gezaehlt, es waren 53, z. T. war ich bei ihnen daheim, neue sind dazugekommen. Fuer das kommende Jahr gibt es wieder viel zu tun, einige Projekte habe ich im Kopf, muss die Ideen erst genau evaluieren.<br />Und nun bleibt mir nur noch, mich bei allen zu bedanken, die mich hier begleitet haben, und die mich unterstuetzen. Und ich kann wieder behaupten, die Investition lohnt sich, sie hat Nachhaltigkeit! Ich gebe die Dankbarkeit der Menschen hier an Sie alle weiter.<br /> <br />Ich freue mich sehr auf daheim, auch wenn ich hier noch viel zu tun haette.<br />Moechte wieder einmal ein paar Nudeln, oder Fisch, auf jeden Fall lange Zeit keinen &quot;pollo&quot; mehr....<br /> <br />Ihr B. Spechtenhauser]]></description>
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		<title>Bolivien Tagebuch</title>
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		<description><![CDATA[4.11.11<br />Immer wieder melden sich Leute fuer eine &quot;consulta medica&quot;, und es geht den ganzen Vormittag so. Am Nachmittag habe ich eine Vorlesung an der Medizn-Uni, einer Privat-Uni, es geht um die medizinische Entwicklung in  Europa, mit dem Augenmerk vor allem auf die minmal invasive Chirurgie. Man merkt natuerlich, dass die Studenten einen besseren finaziellen Hintergrund haben als all die anderen, mit denen ich hier arbeite. Sonst koennten sie sich das Studium nicht leisten.<br />Aber fuer mich ist das wieder eine sehr interessante und neue Erfahrung. <br />Spaeter bin ich im Hospital, es gibt einige Faelle mit Komplikationen, die ich mit Dr. Menacho bespreche. Auch das ist fuer mich interessant, und ich muss mich immer wieder in die Situation hier hinein versetzten, um Tips zu geben, denn die medizinischen Richtlinien von Europa kann man hier nicht eins zu eins uebertragen. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie mich die Aerzte hier inzwischen akzeptieren und um Rat fragen, waren sie anfangs lange doch sehr skeptisch und vorsichtig. <br />Heute ist zudem der 80. Geburtstag von Hna. Gundelinde, sie ist die Erste, mit der hier in Bolivien alles vor ca. 10 Jahren begonnen hat. Sie feiert in Comarapa, ich wollte urspruenglich auch noch einmal dorthin, doch es geht sich nicht mehr aus, das waeren ca. 12 Stunden Fahrt, hin und retour. War ja bereits letzte Woche dort, und wir haben darauf angestossen und viele Erinnerungen aufgefrischt. Das ganze Dorf ist dort auf den Beinen, die Leute wissen, was Hna. Gundelinde geleistet hat. ]]></description>
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		<title>Bolivien Tagebuch</title>
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		<description><![CDATA[1.11.11<br />Mein Flug nach Santa Cruz geht um 8:1 Uhr, muss eine Stunde frueher dort sein.<br />Um 9 Uhr komme ich in Santa Cruz an. Zunaechst treffe ich mich mit den Hnas. im Konvent, um weitere Punkte zu besprechen. Sie habe inzwischen den Kontakt mit der Schwester eines Jugendlichen aufgenommen, der auf der Strasse wohnt, 14 Jahre, keine Eltern hat und auch sonst niemenden, der sich um ihn kuemmert.<br />Nun wohnt er voruebergehend bei seiner Schwester, die verheiratet ist und Familie hat. Dort bekommt er auch Arbeit, und im kommenden Jahr werden wir fuer ihn seine Schule organisieren. Da er bei seiner Schwester nur voruebergehend wohnen kann, suchen wir fuer ihn ein Zimmer in ihrer Naehe und uebernehmen die Miete, so um die 300 pesos monatlich... Auch weitere &quot;Faelle&quot; werden besprochen, es werden 5 neue Familien unterstuetzt, die von den Hnas. genannt werden, da ich sie ja nicht kenne und nicht weiss, ob die &quot;Investition&quot; sinnvoll ist. Und ich bin froh darum. Am Nachmittag kommen weitere Familien zu mir.<br /><br />2.11.11<br />Heute ist hier Feiertag, alle haben frei und sind auf den Graebern, also nicht am 1. Nov, sondern am 2. Nov. Ich fahre mit einem Taxi nach Montero, etwa eine Fahrstunde von Santa Cruz entfernt, um mich mit Bekannten dort zu treffen, eine Familie, die ich schon laenger kenne, sie haben mich eingeladen. Das Taxi, vom &quot;Hotel&quot; gerufen, bringt mich hin, es kostet 120 Bolivianos, was mir nicht so viel vorkommt, er faehrt gut und halbwegs sicher; ich gebe ihm noch ein Trinkgeld. Erst beim Zurueckfahren erfahre ich, dass es nur 40 Bolivianos kostet.. Wieder einmal hineingelegt worden, und wenn es auch keine gosse Summe ist, aergert es mich, und sie versuchen es immer wieder, ohne mit der Wimper zu zucken.<br />Aber der Vormittag ist interessant, ich schaue mir ein bisschen die Stadt an, werde mit dem Motorrad kutschiert, und dann bin ich zum Essen eingeladen. Die ganze Familie ist dabei, Eltern, Kinder, &quot;primos&quot;, und Nachbarn, auch die 91 Jahre alte Grossmutter. Es gibt, &quot;sopa&quot;, dann &quot;pollo al picante&quot;, dazu ein Bier... Dann geht es wieder zurueck nach Santa Cruz. Um 15.00 Uhr treffe ich mich mit den Hnas., und wir besprechen die Abrechnung des Hauses fuer die Frauen. Sie machen alles sehr korrekt, gut dokumetiert, ich bekomme eine Abschrift. Auch einige andere Haertefaelle werden besprochen, wo ich die Unterstuetzung zusage.<br />Am Abend brauche ich dann ein bisschen Zeit nur fuer mich allein, es geht so viel in meinem Kopf herum, die Schicksale, das Elend der Menschen, die Aussichtslosigkeit..<br />Ich muss wieder einmal tief durchatmen, bei einem drink im &quot;Bar Irlandes&quot;... Dann geht es wieder..<br />Am Abend treffe ich mich mit zwei Paaren aus Kufstein, Renate kenne ich zufaellig vom Studio, die anderen nicht. Wir kommen aber drauf, dass wir alle in der gleichen Strasse in Kufstein wohnen. Man muss sich also in Bolivien treffen, um das herauszufinden....<br />Im &quot;casa del Camba&quot; ist geschlossen, daneben gibt es aber ein nettes Lokal, Fleisch ist das Besondere des Hauses, und wir essen gut und unterhalten uns gut.<br /><br />3.11.11<br />Heute ist &quot;Villa 1ero de Mayo&quot; am Programm, das Hospital, treffe mich mit der Direktorin des Krankenhauses und mit Doctor Menacho. Die Besprechungen der speziellen Patienten ist fuer mich immer sehr interessant. Wir gehen die Station durch, und ich bin wieder sehr betroffen über die eingeschraenkten Moeglichkeiten hier, und trotzdem sehr beeindruckt, und man glaubt gar nicht, was ein Mensch alles aushaelt.. Aber das ist bei uns oft nicht anders...<br />Besuche natuerlich den &quot;generador de osigeno&quot;, den Sauerstoffgerator, letztes Jahr eingeweiht, ueber die Rotarier finanziert. Der Anaesthesist sagt, das sei ein Segen!<br />Dann geht es ins &quot;colegio&quot;, dort ist naemlich eine Tanzvorstellung fuer die Angehoerigen, und es wird getanzt, was das Zeug haelt, alle in speziellen, typischen Kostuemen, die alten Lautsprecher auf das Maximum eingestellt, die Baesse droehnen, das Pfeifen und Quietschen dazwischen stoert niemanden. Erst spaet fahre ich mit meinem Taxi heim und bin todmuede. Die Tage sind nun gezaehlt, habe noch ein paar Termine in den letzten zwei Tagen.]]></description>
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		<title>Bolivien Tagebuch</title>
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		<description><![CDATA[31.10.11<br /><br />Montag, 8:00 Uhr, treffe ich mit Alex, Xavier und Jhasmani beim Zahnarzt. Es gibt wieder ein paar Dinge zu richten, aber erstaunlich wenig. Die Zahnaerztin, die mir immer einen guten Preis macht, rechnen den Kostenvoranschlag zusammen, die Termine werden bereits vergeben, und am Ende kann Hna. Josefine alles &quot;cancelar&quot;, also begleichen.<br />Dann ein Termin beim Augenarzt, Xavier bist stark kurzsichtig. Gemeinsam mit anderen drei suchen wir eine Brille fuer ihn aus, bei jeder Brille lachen ihn alle aus, er lacht aber auch mit... Dann warten noch einige im Konvent, Kranke, Mittellose, und ich weiss nicht mehr, wo und und wen ich helfen sollte. Hna. Josefine wird die dringlichsten &quot;Faelle&quot; aussuchen.<br />Um 11. Uhr holt mich Yolanda ab, wir fahren nach Sacaba, um Gustavo zu besuchen. Gustavo kenne ich ebenfalls bereits seit Jahren, er hoert jetzt dank der gesponserten Hoergeraete und kann mit seinen Freunden kommunizieren; auch das Reden geht jetzt ein bisschen. Er ist ganz angetan vom Besuch und freut sich riesig, ich habe lediglich ein paar &quot;chupete&quot; mit, Lutscher. Fuer das kommende Jahr kommt er in eine andere Schule, die von zuhause weiter weg ist, ich werde mich um den Transport kuemmern.<br />Wieder zuruck in Cochabamba besichtigen wir einige &quot;casas&quot;, wir moechten fuer die &quot;cleferos&quot; eine Unterkunft, zunaechst ein Mal pro Woche ein warmes Essen, die Moeglichkeit zum Waschen, und fuer die Schwangeren eine Unterkunft zum Schlafen. Ein Haus ist dabei, welches sich sehr gut eignen wuerde, doch es ist bereits seit vormittag vergeben. Yolanda sucht weiter, und ich bin mir sicher, dass sie bald etwas Passendes findet. Dann sind wir bei den &quot;cleferos&quot;, ich hatte ihen naemlich die Leibchen von F.C. Barcelona versprochen. Ich habe sie am Markt besorgt, und alle sind uebergluecklich. Nur kurz sind sie aus dem Kanal gestiegen, zum Fotographieren, dann verschinden sie alle wieder in den dunklen Kanal. Sie laden mich ein, dorthin zu kommen. Wir sitzen alle da, im Halbdunkel, auf den Fetzen am Boden, umgeben vom Geruch der &quot;clefa&quot; (= Schnueffeldroge) und Uringeruch, ich mittendrin,  als waere ich einer von ihnen. Nur anfangs juckt es ueberall, es vergeht dann sofort, als jeder einzelne beginnt, ein paar Worte des Dankes zu formulieren, derweil die anderen stumm zuhoeren, und dann am Ende Beifall klatschen; und der Naechste ist dran....<br />Habe selten so etwas Beeindruckendes erlebt. Am Abend sollte ich noch das Haus von Jhasmani besuchen, Hna. Josefine kommt mit. Er hat mit seinem Ersparten ein kleines Zimmer, ein &quot;cuarto&quot; gebaut, es fehlen nur noch Fenster und Tueren, der Kostenvoranschlag belaeuft sich auf etwa 2000 Bolivianos.<br />In dieser Gegend wohnen noch andere der &quot;brillos&quot;, wir besuchen noch Richard, Alex und Xavier, und dann vor allem Cristian. Ich hatte ihm nicht geglaubt, als er mit einem Lacher sagte, er wohne in der Tuer vor seinem Haus. Es ist wirklich wahr, und erschuetternd.<br />Er war naemlich ein paar Wochen nicht daheim in seinem &quot;Haus&quot;, dann hat der neue Besitzer des Nachbarhauses eine grosse Mauer auch um sein Haus gebaut und abgeschlossen. Nun steht Cristian vor verschlossnen Tueren. Seine paar Habseligkeiten hat er an die Tuer gelehnt, ain zerlegtes Bettgestell, ein paar Toepfe und Fetzen, abgedeckt mit einer Plane.... Ich werde mit einem Rechtsanwalt von Santa Cruz versuchen, die Sache zu klaeren.<br />Am Abend bin ich dann bei Josefine und Sulman, wir essen gemeinsam, es gibt sogar ein Glas Weisswein (!), und reden noch ueber Vieles. Morgen frueh geht es nach Santa Cruz.]]></description>
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		<title>Bolivien Tagebuch</title>
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		<description><![CDATA[30.10.11<br /><br />Bereits um 8 Uhr treffen wir uns im Konvent, es kommen 9 &quot;brillos&quot; (alle puenktlich,<br />eigentlich auffaellig puenktlich, es geht eben um einen Ausflug...), die von der ersten Stunde. Wir planen einen Ausflug, die beiden Hnas. kommen auch mit. Ziel ist Villa Tunari, offensichtlich ein viel besuchtes Ausflugsziel. Mit einem Sammeltaxi in ca 1 guten Stunde zu erreichen, ich verlasse mich darauf. Erst spaeter merke ich, dass noch niemand von ihnen dort war und allein die Hinfahrt gute 3 Stunden in Anspruch nehmen wuerde. In zwei Autos fahren wir los, es beginnt zu regnen, und es wird auch sehr kalt, auf einer Hoehe um die 4000 m. Am Ziel angelangt regnet es in Strömen, der Park ist wegen des Wetters geschlossen, an ein Bad am See gar nicht zu denken...Alle haben Hunger, ausser mir, und wir setzen uns in ein Lokal, ein &quot;restaurante&quot;, und alle essen &quot;pescado&quot;, Fisch also, ich bekomme bereits beim Zusehen genug, doch alle geniessen den Fisch und wundern sich, warum ich nichts esse. Ich verweise auf meinen &quot;estomago delicado&quot;, trinke allerdings ein Bier... Danach gehts wieder nach Cochabamba zurueck, alle erzaehlen ihre Geschichten waehrend der Fahrt, und fuer sie ist der Tag unvergesslich... Erst am Abend kommen wir zurueck, ich bin durchnaesst und durchfroren, da es auch in Cochabmab regnet und relativ kalt ist, wir liegen immerhin auf etwa 3000 m.]]></description>
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		<title>Tagebuch Bolivien</title>
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		<description><![CDATA[28.10.11<br />Nach dem Treffen bei den &quot;cleferos&quot; unter der Bruecke treffe ich mich im Konvent,<br />da dort bereits Familien warten, sie wollen mit mir reden.<br />Sie erzaehlen mir ihre Geschichten und vielleicht auch ein bisschen mehr, und<br />wollen natuerlich eine Unterstützung. Zu Mittag hat Hna. Josefine ein Essen mit den &quot;brillos&quot; organisiert, und es kommen acht &quot;Gruendungsmitglieder&quot;.. Es freut mich ganz besonders, denn diese haben es geschafft. Alex hat das Abitur abgeschlossen, bereitet sich jetzt auf eine Militaerschule vor, sein Bruder Xavier studiert<br />bereits an der Uni Architektur. Richard ebenso, Yasmani arbeitet, Jorge arbeitet als Maurer, Mauricio im Kino, Fernando hat eine fixe Stelle als Mechaniker, Cristian arbeitet als Handlanger. Und alle erzaehlen vom Beginn des Projektes, von ihrem Leben. Das Essen ist sehr gut, auch Hna. Josefine und Hna. Gundelinde sitzen bei uns.<br />Alle haben natuerlich dann noch unter vier Augen etwas zu erzaehlen, und ich unterstuetze sie weiter. Diese Entwicklung haette ich mir vor 10 Jahren nicht erahnt.<br /><br />29.10.11<br />Um 8:15 Uhr kommt mich Yolanda abholen, mit ihr die Direktorin von einem Hogar fuer Kinder, etwas entlegen von Cochabamba.<br />Etwa drei Stunden von Choabamba entfernt; haette den Ort gerne besucht, doch das geht sich nicht aus. Nach 11 Jahren sind jetzt die Matrazen alle kaputt, und bei einem Kaffe erzaehlt sie mir ihre Arbeit. ich werde sie unterstuetzen.<br />Dan geht es nach Champarancho, wo mich bereits einige Patienten erwarten, einige vom letzten Jahr, die mich besuchen kommen, und die anderen sind neu. Alles moegliche an Beschwerden haben sie, einige kommen aber nur, um mit mir zu reden.<br />Fuer die anderen organisiere ich mit Mirta die weitere Diagnostik oder Behandlung.<br />Ca. 150 Kinder sind auch da, basteln und zeichnen, und sie empfangen mich mit grosser Freude.<br />Zu Mittag muessen sie dann heim. Und in einem Kurzen Gespraech mit den Verantwortlichen verspreche ich ihnen die Finanzierung eines gemeinsamen Mittagessens jeden Samstag fuer alle. Die Freude ist gross, am Montag habe ich bereits einen Kostenvoranschlag. Die &quot;profesores&quot; lade ich dann zu einem Essen ein, wo wir dann noch ueber alles Moegliche reden. Ich trinke nur eine &quot;serveza&quot;...]]></description>
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	<item rdf:about="http://www.brillos.net/index.php?entry=entry111029-221115">
		<title>Bolivien Tagebuch</title>
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		<description><![CDATA[24.10.11<br />Nach dem Besuch bei Ronald bin ich in der &quot;albergue&quot;, eine Art Altersheim,<br />ein schoener Bau, und eingegliedert die Physiotherapie, die wir mitfinaziert haben. <br />Die Frauen haben gerade eine &quot;riunion&quot;, und sie empfangen mich mit grosser Freude.<br />Die Sitzung laeuft sehr professionell ab, dann gibt es wieder &quot;pollo&quot;, <br />ich habe mich aber vom Huhn noch nicht abgegessen.... <br /><br />25.10.11<br />Operationen im Krankenhaus, wieder eine Harausforderung fuer mich, grosse Instrumente, nur lokale Betaeubung, kaum ein Licht, heiss...Ob das gut geht? Es geht erstaunlich gut, ich bin zufrieden.<br />Am Nachmittag dann Besuch in Torrecillas, ein Dorf etwas ausserhalb von Comarapa. Wir haben dort fuer eine Familie ein Haus gebaut. es ist gut gelungen. Die Familie ist uebergluecklich. Ich bekomme wieder einen selbstgemachten Teppich...<br />Am Abend kommen wieder ander Familien, die mit mir reden wollen, es um alles Mögliche..<br /><br />26.10.11<br />Nach Visiten im Krankenhaus treffen wir uns in der &quot;guarderia&quot;, die Kinder von 8 Monaten bis 5 Jahren presentieren Taenze und Lieder, zuletzt gibt es noch ein Fussballspiel, es geht unentschieden aus.<br />Einer der Spieler kommt dann zu mir und moechte mich dann als &quot;padrino de las poleras&quot; haben, sozusagen als Sponsor. Ich kann da natuerlich nicht nein sagen, und Hna. Maria bekommt ein bisschen Geld fuer die &quot;poleras&quot;. Danach gibt es Essen fuer die Kinder, und sie geniessen die Suppe und die Hauptspeise, und reden nebenbei wie ein Buch,<br />sie ueberhaeufen mich mit Fragen, ich sollte doch bei den &quot;abuelas&quot; vorbeischauen, sie wohnen nicht weit von der &quot;guarderia&quot;, und ob es in Oesterreich auch Kinder gebe, und was man dort zu essen bekomme... Am Nachmittag fahren wir nach Vallegrande,  besuchen die Staetten von Che Guevara, besuchen Patienten vom letzten Jahr, Felix Mauel,<br />den ich operiert hatte, und seine Oma, und einige andere. Am Abend bin ich dann wieder todmuede, trotzdem treffen wir uns noch mit den Hermanas zu einem kurzen Ratschet.<br /><br />27.10.11<br />nach einer Visite im Krankenhaus geht es weiter nach Cochabamba, Don Jorge faehrt mit dem Jeep, Hna. Gundelinde begleitet mich, und wir koennen am Weg ueber viele Dinge sprechen und planen, es dauert ja ca 6 bis 7 Stunden. Auf 4000 m Hoehe gibt es Mittagessen, und bis auf einen kleinen &quot;Ausrutscher&quot; geht die Fahrt gut. Hna. Josefine empfaengt uns mit grosser Freude, und wir besprechen noch kurz das weitere Programm.<br /><br />27.10.11<br />Um 6 Uhr stehe ich auf, treffe mich den hermanas um 7:30 Uhr zum Fruehstueck, und dann geht es mit dem Taxi zu den Kindern und Jugendlichen unter der Bruecke. es ist wieder ein erschuetterndes Erlebnis, sie empfangen mich aber mit grosser Freude,<br />inzwischen kenne sie mich ja, auch wenn sie durch die &quot;clefa&quot; ganz betaeubt sind. Sie heissen mich &quot;hermano&quot;, &quot;amigo&quot;, &quot;joven&quot;, &quot;Papi&quot;, und sie haben keine Scheu mich in die Arme zu nehmen. Ich sehe ihre zerzausten und zerlausten Haare, es riecht (stinkt) zum Umfallen von Urin und anderen Exkrementien, dazwischen Hunde, verbrauchte &quot;clefa&quot;-Dosen, Abfall...Dazu produktiver Husten, sicher auch Tuberkulose, Hepatitis und andere Infektionen.... Ich verspuere ein Jucken am ganzen Koerper. Doch beim Anblick der armen Kinder, der schwangeren Maedchen, der Aussichtslosigkeit, der unglaublichen Schicksale, beim Anblick der mit &quot;clefa&quot; vollgepumpten und zum Teil geistig abwesenden Kinder, bleibt nur noch das Mitleid, und der Gedanke: &quot;Das Leben ist nicht fair&quot;...<br />Sie bedanken sich fuer den &quot;pollo&quot; von letzten Weihnachten, den ich ihnen ueber Hna. Josefine organisiert hatte, und sie wuenschen sich wieder so ein Fest. Ich wundere mich, dass sie sich daran noch erinnern.<br />Und dann gehe ich mit einigen von ihnen in ein nahe gelegenes Geschaeft, sie wuenschen sich Milch, Brot mit &quot;mortadella&quot; und Schampoo, einen fuer die Maedchen und einen fuer die Buben. Auch Arminda ist dabei, hochschwanger, sie sollte im Jaenner gebaeren.<br />Wir werden fuer sie wieder ein &quot;cuarto&quot; organisieren, fuer die Zeit der Geburt, dann ist sie sowieso wieder weg... Die Kinder werden in der Regel dann von der Polizei weggenommen und in ein &quot;hogar&quot; gebracht... Das Essen schmeckt ihnen gut, es wird alles aufgegessen. Ich beobachte wieder ihre Behausungen in den Kanaelen, und es wird mir fast schwindelig, und ich fuehle mich wieder so ohnmaechtig und uebel, nicht nur wegen des Gestanks... Und in meinem Kopf entstehen neue Gedanken, Ideen....<br />Nun muss ich gehen, habe um 20.00 Uhr einen Termin, bin schon im Verzug, weil ich so langsam schreibe, und die Tastatur zeigt nicht alle Buchstaben an, zudem sind sie hier anders gereiht.. Aber, was habe ich hier unter anderem gelernt? &quot;La hora Boliviana&quot;, Zeit ist relativ...]]></description>
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		<title>Comarapa, 24.10.2011</title>
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		<description><![CDATA[Die Tage in Santa Cruz verlaufen schnell, Freitag im Krankenhaus Villa 1ero de Mayo,<br />bei Dr. Menacho und Directora Mari Luz. Es geht vor allem um den Sauerstoffgenerator,<br />letztes Jahr eingeweiht. Es funktioniert gut, nach anfaenglichen Startproblemen, eine Computerautomatik zur Regelung des Bedarf ist neu hinzugekommen. <br />Als naechstes planen wir ein Programm zur Vorsorge des Brustkrebses. Die Frauen kommen meist erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Ziel ist die Frueherkennung des Krebses  vor allem durch die Sensibilisierung der Frauen, die auch eine finanzielle Unterstuetzung erhalten sollen. Die Frauen kommen meist deshalb erst so spaet zum Arzt, weil sie sich die Behandlung nicht leisten koennen.<br />Bei Frueherkennung und sofortiger Therapie ist diese Erkrankung in vielen Faellen heilbar. Ein weiteres Projekt ist eine Krankenpflegeschule mit dem Krankenhaus. Da gibt es aber noch viel zu besprechen.  Am Samstag kommen einige Familien zu mir, im Stundentakt, die meisten kenne ich bereits seit einigen Jahren.<br />Sie erzaehlen mir von ihrem Leben, Erfreuliches und weniger Erfreuliches. Die Schwester von Reinaldo, gerade erst 17 Jahre, hat wieder ein Kind bekommen, 6 Monate....<br />Ich bespreche dann noch mit Yolanda, die mich in Cochabamba erwartet, as dortoge Programm, und dann geht wieder ein Tag dem Ende zu. Samstag ist mein freier Tag, ich fahre naemlich nach Comarapa. Das Taxi kommt puenktlich um 9:30 Uhr.<br />Es ist sehr heiss, und wenn da die Fenster vom Taxi alle nicht schliessen, ist das kein Problem. Nach ein paar Stunden komme ich in Samaipata an. Es ist bereits Tradition, dass ich dort im Cafe Latina zukehre und zu Mittag esse. Ein &quot;feines&quot; Lokal, sehr gemuetlich, und das Essen ist wieder vorzueglich, habe mich schon die ganze Woche darauf gefreut!<br />Dann geht es weiter nach Comarapa, wo ich um 18:30 Uhr ankomme, und die Schwestern empfangen mich herzlich. <br />Ich bin sehr muede und falle wie ein Stein ins Bett.<br /><br />Am Montag, den 24.10.2011, habe ich bereits am Morgen die ersten Patienten, die fuer die Operation vorbereitet werden müssen. Dann geht es kurz in die guarderia, die Anzahl der Kinder hat wieder zugenommen, und es funktioniert gut, wenn auch hier und dort wieder etwas zu investieren ist. <br />Um 14:00 Uhr sollte Ronald ins Krankenhaus kommen, ein junger Mann, der vor einem Jahr einen Unfall mit dem Motorrad hatte und jetzt querschnittgelaehmt ist. Anfangs denke ich mir, dass ich da nicht viel werde machen koennen. Ich warte dann in dem consultorio, und wie zu erwarten, es kommt niemand. Hna. Elisabeth, die OP-Schwester, gibt aber nicht auf. Ich fahre mit ihr mit dem roten Kaefer zu ihm nach Hause.<br />Dort ist aber niemand, auch die Nachbarn wissen nicht, wo er ist. Seine Frau arbeitet, die zweijaehrige Tochter ist in &quot;meiner&quot; guarderia. Dann gelingt es uns aber doch, Ronald ausfindig zu machen. Er wohnt nun ein Haus weiter. Er laesst uns eintreten, und auf die Frage, warum er nicht gekommen sei, schuettelt er nur so den Kopf und sagt, dass er niemanden hatte, der ihn ins Krankenhaus haette bringen koennen.<br />Ich bin ein bisschen beschaemt. Er liegt da in seinem Bett in einer finsteren Ecke, daneben ein Topf mit dem Mittagessen, Abfallkuebel, daneben der Blasenkatheter...., Lehmboden, Blechdach... Er erzaehlt von dem Unfall, und vor allem, dass er danach erst fast einen Tag darauf <br />im Krankenhaus in Cochabamba war und operiert wurde. Er hatte sich einen Wirbelbruch auf Brusthoehe zugezogen und ist vom Nabel abwaerts gelaehmt.<br />Bei der genaueren Untersuchung sehe ich jedoch, ich als Nicht-Neurologe, dass da doch noch einiges an Funktion an den Beinen vorhanden ist.<br />Er kann die Zehen ein bisschen bewegen, er spuert etwas an beiden Beinen, und er hat vor allem keinen Spasmus und keine Kontrakturen, was ja nach einem Jahr bei einem kompletten Querschnitt &quot;normal&quot; waere. Aber, ich kenne mich da ja nicht so gut aus, und da faellt mir natuerlich mein &quot;Joker&quot; ein: Ich rufe&quot;meine&quot; Katrin daheim an, sie ist Neurologin und kennt sich da gut aus. Sie gibt mir noch ein paar Anweisungen zur naeheren Differenzierung, und sie gibt sich sehr hoffnungsvoll. Mit einer konsequenten Physiotherapie kann man sicher noch viel verbessern, sie glaubt sogar, dass er dann vieleicht wieder gehen kann.... Da kommt aber das naechste Problem. Seine Frau muss arbeiten, und er kann nicht alleine zur Physiotherapie. Ich orgnaisiere fuer ihn einen Heimplatz, so etwas wie eine &quot;Rehab&quot; bei uns in Bad Haering.....Die Therapeutin macht mir einen guten Eindruck. Doch da hat Ronald noch Bedenken:&quot; Wenn ich ein paar Wochen nicht daheim bin, laeuft mir meine Frau davon...., ich habe grosse Angst.&quot; Doch es gelingt mir dann letztendlich doch, ihn von der Wichtigkeit der Therapie zu ueberzeugen, und er wird bereits diese Woche in der &quot;albergue&quot; in Comarapa die Therapie beginnen.]]></description>
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	<item rdf:about="http://www.brillos.net/index.php?entry=entry111022-161433">
		<title>Bolivien 2011 - Tagebuch</title>
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		<description><![CDATA[Am 17. Oktober abends komme ich in Santa Cruz an, samt Gepaeck und Uebergepaeck, etwas muede noch von den 30 Stunden am &quot;Weg&quot;, doch zufrieden und gespannt auf die Neuigkeiten. &quot;Mein Taxi&quot; ist natuerlich noch nicht da, muss mich wieder an die Bolivianische Uhr gewoehnen...<br />Ich stehe am Flughafen mit meinen zwei scheren Koffern und den beiden kleinen (Handgepäck), wie bestellt und nicht angeholt... Im Parterre gibt es kein Telefon, und die Dinger kann ich unmoeglich in den ersten Stock tragen.<br />Doch da kommt er und entschuldigt sich mit allen moeglichen Ausreden, weil er mich kennt und weiss, dass ich das eigenlich gar nicht mag. Doch ich bin froh, endlich in meine Unterkunft zu kommen, wo ich herzlich empfangen werde, da sie mich dort ja auch schon seit 10 Jahren kennen. Am Dienstag bin ich bereits im Krankenhaus &quot;Villa 1ero de Mayo&quot;, wo wir einige &quot;Faelle&quot; besprechen und ein bisschen ueber die Neuigkeiten hier reden. Auch ueber die wieder ausgebrochene Vogelgrippe H1V1, man musste 10 Tage die Schulen schliessen, doch jetzt sei fast alles wieder vorbei.<br />Ich habe vorsorglich Tamiflu mitgenommen, hoffe, dass ich es nicht brauche.<br />Mit dem neuen, letztes Jahr eingeweihten Sauerstoffegerator sind sie sehr zufrieden, es sei &quot;ein Segen&quot; fuer alle. Und so geht der Tag mit Reden und Konsultationen vorbei, wir werden uns am Donnerstag wieder Treffen.<br /> <br />Am Mittwoch, den 19. Oktober bin ich mit Hna. Maria Rosa im &quot;colegio&quot;, am Bau fuer die Frauenberufsschule zur Baubesichtigung.<br />Ein grosses Gebaeude, gut eingegliedert in die bestehenden Bauten der Schulen, 1300 Kinder und Jugendliche gehen taeglich dort ein und aus. Der Bau geht gut voran, sollte bereits in zwei Monaten bezugsfertig sein, wennman die Bolivianische Uhr mit einberechnet, koennte das durchaus schon im Jaenner 2012 sein... Der integrierte &quot;comedor&quot; ist inzwischen fuer 400 Kinder vorgesehen. Dazu hatte Hna Maria Rosa einen Probelauf fuer ein Monat gestartet. Und diese Probe hat bestanden. Dann noch ein Kurzbesuch in den Klassen, meist 40 bis 50 Kinder in den Raeumen, einige noch mit Mundmasken. Und die Kleinen wundern sich immer wieder ueber meine helle Haut... Auch die guarderia, etwas weiter weg, besuchen wir, die Strasse dorthin ist &quot;neu&quot;, etwas weniger holprig... Dort steht die erneuerung des Daches an, welches unter der Hitze und dem Regen schwer gelitten hat.<br />Nach einem guten Mittagessen und einer kleinen siesta - ich bin noch nicht ganz umgestellt - geht es in das &quot;colegio&quot; zum grossen Empfang. Bereits von Weitem hoert man Lautsprecher, Musik, und immer wieder ein lautes Pfeifen von den Mikrofonen. Es haben sich bereits mehr als 1000 Kinder und Jugendliche versammelt.<br />Dann geht es los, mit Ansprachen, allerdings kurze, Musik, Taenzen, alle Klassen haben etwas vorbereitet,  angefangen von den Kleinsten, bis hin zu den Grossen, die bereits professionell vortanzen.<br />Und natuerlich Geschenke und Dankesworte, und immer wieder Umarmungen bei der Uebergabe. Ich sitze in der ersten Reihe neben Politikern und Direktoren und Klassenvostaenden... und mir ist der ganze &quot;Auflauf&quot; immer sehr peinlich, doch auch daran habe ich mich gewoehnen muessen...<br />Und als ich dies letztes Jahr anbringen wollte, haben mich alle mit grossen Augen und auch ein bisschen beleidigt angeschaut.<br />Sie bereiten sich alle mit grosser Freude vor, und es ist fuer alle eine Abwechslung in dem oft so tristen Schulalltag. Und alles geht bis in die Nacht hinein, anschliessend noch mit &quot;sidre&quot; und selbstgemachten Haeppchen, gemeinsamen mit den Professoren, und natuerlich sind noch einige Kinder da, die darauf warten, dass etwas uebrig bleibt.<br />Alle sind sehr herzlich, und erzaehlen nebenbei von ihrem Leben, und alle sind sehr zufrieden mit dem heutigen Tag.<br />Ich denke bereits an neue Projekte: Es kommen dort immer wieder Unfaelle und Verletzungen vor, auch &quot;kleinere&quot; Dinge wie Zahnschmerzen oder Kopfschmerzen oder Infektionen sind an der Tagesordnung. Es gibt aberin dem ganzen &quot;Schulgebaeude&quot; und auch in der Umgebung keine Moeglichkeit einer medizinischen Erstversorgung, geschweige denn eine Rettung. Wir werden diese Einrichtung in einem der Schulgebaeude unterbringen, eine &quot;enfermeria&quot;. Habe darueber nur mit Hna. Rosa Maria geredet.<br /> <br />Ein Besuch bei Nachbarn nahe der Schule holt mich wieder zurueck in die brutale Realitaet: In einem Blechverlies wohnen neben Enten, Schweinen und Huehnern insgesamt 12 Menschen, zusammengepfercht wie auf einer Muellhalde, der Geruch nicht anders als dort, menschenunwuerdig. 7 der Kinder und Jugendlichen dieser Familie sind im colegio, die anderen &quot;arbeiten&quot;. Heuer im Juli ist dann etwas Schreckliches passiert: Beim gemeinsamen Kochen mit einer Nachbarin, die angeblich geistesgestoert war, hat diese ploetzlich mit dem Kuechenmesser auf die Mutter eingestochen und sie mit mehreren Stichen getoetet, der herbeigelaufene Vater ersticht darauf mit demselben Messer die &quot;Geistesgestoerte&quot;.<br /> <br />Habe heute etwas unruhig geschlafen, bin schon frueh wach und mache mich bald auf den Weg ins Krankenhaus, mittags bin ich bei Frau Nina zum Essen eingeladen, eine Frau vom Rotaryclub. Sie hat hier letztes Jahr das Projekt mit dem Sauerstoffegerator abgewickelt. Wir haben wieder einiges zu besprechen.<br />An dieser Stelle moechte ich mich bei allen, die meine Seiten und Berichte verfolgen, und die mich unterstuetzen, ganz herzlich bedanken.<br /> <br />Mit herzlichen Gruessen aus Santa Cruz, Bolivien,<br /> <br />Ihr Bernhard Spechtenhauser<br />]]></description>
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		<title>Liebe Freunde der Projekte „brillos“!</title>
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		<description><![CDATA[Liebe Freunde der Projekte „brillos“!<br /><br /><br />Möchte mich auf diesem Weg  bei allen Spendern und Gönnern der Projekte in Bolivien ganz herzlich bedanken, für Ihr Vertrauen, für Ihren finanziellen Beitrag, aber auch  -  und vor allem - für Ihre mentale Unterstützung, dafür, dass Sie hinter dem Projekt stehen und immer wieder  Interesse dafür zeigen, immer wieder sich damit identifizieren.<br />Dabei denke ich an die Spenden von  „meinen“ Patienten, an die Initiativen von einzelnen  Personen anlässlich von Geburtstagsfeiern oder Gedächtnisspenden, an das Golfturnier der Kufsteiner Rotarier für den Bau der Berufsschule für Frauen in Santa Cruz.<br />Eine Adventfeier in Bad Häring ist bereits zur Tradition geworden, durch einen Freund und Kollegen organisiert, umrahmt von einer Gruppe von „Anklöpflern“, die mit ihrem Singen von Haus zu Haus in der Adventszeit viel von dieser Grundidee hinüberbringen. <br />Eine Veranstaltung in der Fachhochschule in Kufstein mit Musik, Vorlesung und Bildern von Bolivien unter dem Titel „Träume für Bolivien“ hat sehr berührt und – bereichert.<br />Und da gibt es so viele, denen ich danken möchte, denen, die freiwillig und ganz selbstverständlich mitgemacht haben, in der Organisation,  im unentgeltlichen „Zur Verfügung Stellen“ der Lokalität, u.v.m.<br />Das Jazzkonzert in Hopfgarten, organisiert von „Minerva“, war ein großer Erfolg!<br />Die „Fastensuppe“ in Meran hat wiederum viel beigesteuert.<br />Die evangelischen  Frauen in Kufstein sind große Förderer des Projektes, die Senioren in Kufstein, die “Dieselrösser“ in Ebbs, das Fittnessstudio „Impuls“ in Kufstein.<br />Die Schüler der Hauptschule Oberau in der Wildschönau, die HBLA Kufstein und viele mehr tragen viel zu den Projekten bei.<br /><br />Ich fliege am 16. Oktober wieder nach Bolivien, werde einige Operationen durchführen, und vor allem aber die Projekte besuchen, unter anderem die Berufsschule für Frauen in Santa Cruz, die Ende 2011 bezugsfertig sein wird. <br />Und ich werde mich wieder um neue Projekte „umsehen“,  für das kommende Jahr, wo wir wieder versuchen werden, etwas von dem zu geben, was wir übrig haben, für Menschen, die nicht auf die „Butterseite“ gefallen sind. Dabei geht es uns im Besonderen um eine Schulausbildung für Kinder und Frauen und um Hilfe zur Selbsthilfe.<br /><br />Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung, Ihre finanzielle und ideelle Hilfe, für Ihre guten Gedanken, die mich begleiten., Ihr Gespür für Menschen in Not. <br />Ein besonderer Dank gilt Andreas, der neben seinem Beruf unentgeltlich die Seiten im Netz aktualisiert und mich dadurch sehr entlastet.<br />Ich kann dafür nur Danke sagen, im Namen der Menschen in Bolivien. Und ich möchte ein bisschen von der Freude und der Dankbarkeit der Menschen dort an Sie weiterschicken....<br /><br />Vielen Dank!<br />Ihr B. Spechtenhauser<br />]]></description>
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